Abgaskrümmer
Abgaskrümmer
Der Abgaskrümmer kann dabei sowohl in einem Stück gegossen sein, als auch aus Blechen geschweißt oder gesteckt werden. Ist letzteres der Fall spricht man auch von einem so genannten Fächerkrümmer. Weiterhin findet man Blechkrümmer. Diese treten als zweischalige Schalenkrümmer auf. Dabei sind die gasführenden Teile als Rohrstücke, die tragenden Teile als Blechstücke ausgeführt. Die Innenrohe eines Abgaskrümmers müssen dabei aus besonders hitzebeständigen Materialien, wie hochwarmfestem Stahl, gefertigt sein, da die thermische Belastung hier sehr hoch ist. Die Wandstärke beträgt dabei meist etwa einen Millimeter. Diese Innenrohre werden untereinander mit so genannten Schiebesitzen verbunden, um die Dehnung, die durch die Wärme entsteht wieder auszugleichen. Bei einem Blechkrümmer findet man eine deutliche geringere Masse vor als bei einem Gusskrümmer. Deshalb verfügt Ersterer auch über eine geringere Wärmekapazität. Dadurch führen Blechkrümmer zu einer früheren Aufheizung, wodurch auch der Katalysator zu einem früheren Zeitpunkt anspringt. Die Außentemperatur des Blechkrümmers beim Otto-Motor liegt etwa bei 500° C, beim Gusskrümmer findet man eine Wandtemperatur von ca. 800° C, wobei die Temperaturen immer von der Abgastemperatur und dem verwendeten Isoliermaterial abhängig sind. Durch diesen Unterschied führt der Einsatz von Blechkrümmern auch zur Verringerung der Motorraumtemperatur. Gusskrümmer sind dabei oft um die 40 % schwerer als isolierte Schalenkrümmer.
Bei hohen thermischen Anforderungen, die zum Beispiel beim Otto-Turbomotor anfallen, werden Gusskrümmer bevorzugt eingesetzt. Diese sollten dabei aus hoch nickelhaltigen Materialien bestehen. Meist verfügen diese Gusskrümmer auch über bessere akustische Eigenschaften als die Blechkrümmer.
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