Kolbenbolzen

Kolbenbolzen

Die Verbindung zwischen Kolben und Pleuelstange erfolgt durch Kolbenbolzen. Da der Kolben sich oszillierend bewegt und von Massen- und Gaskräften ständig überlagert wird, ist der Kolbenbolzen stets sehr starken, sich ständig ändernden Belastungen ausgesetzt. Außerdem wird der Kolbenbolzen schlecht geschmiert, was durch die Drehbewegung zwischen Pleuel, Kolben und Kolbenbolzen begründet ist. Aus diesem Grunde sind die Anforderungen an einen Kolbenbolzen sehr hoch. So muss über ein geringes Gewicht verfügen, sehr steif und ausreichend fest beziehungsweise zäh sein, formgenau gefertigt sein und eine sehr hohe Oberflächengüte und –härte aufweisen können.

Meistens findet man dabei den rohrförmigen Kolbenbolzen vor. Dieser wird sozusagen „schwimmend“ gelagert. Seitlich werden Bolzensicherungen angebracht, damit der Kolbenbolzen nicht von seinem Platz kann. Bei einigen Kolben, die speziell in Otto-Motoren eingesetzt werden, kann der Kolbenbolzen aber auch im Pleuel fixiert werden. Dies geschieht dann meist durch eine so genannte Schrumpfspannung.

Bei sehr großen Kolben dagegen nutzt man vornehmlich Kolbenbolzen, die mit einer Kühlölbohrung ausgestattet sind. Dabei wird das Kühlöl von der Pleuelstange an den Kolben über den Kolbenbolzen geleitet. Wenn der Kolbenbolzen durchgängig im Kolben gelagert wird, kann man ihn auch mit dem Pleuel verschrauben. Allerdings ist dies nur bei sehr massiven Kolbenbolzen möglich.

 




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