Kühlmittel

Kühlmittel - Kühlmittelkonzentrat

Das in den meisten Kraftfahrzeugen verwendete Kühlmittelkonzentrat besteht zu etwa 93 Vol. % aus Monoethylenglykol und 5 bis 7 Gew. % Korrosionsinhibitoren. Kleine Anteile anderer Additive, wie zum Beispiel Silikatstabilisatoren oder Sequestierungmittel, welche zur Komplexierung von Kalzium- und Magnesiumionen aus hartem Wasser dienen, Antischaummittel, oft auch Vergällungsmittel und Farbstoff werden je nach Hersteller zusätzlich hinzugefügt.

In einigen Fällen findet das so genannte Monopropylenglykol als Hauptkomponente Verwendung. Diethylenglykol, kurz DEG, ist zwar prinzipiell ebenfalls als Hauptkomponente geeignet, wird jedoch nur selten genutzt, da es hinsichtlich Gefrierpunktserniedrigung weniger wirksam ist. Außerdem beschränken Verfügbarkeit und vor allem der Preis die Verwendung auf Ausnahmefälle und daher allenfalls auf Konzentrationen unter 20 % im Kühlmittelkonzentrat.

Durch Vermischungen mit Wasser, am besten ionenausgetauschtes Wasser oder Trinkwasser erhält man das gebrauchsfertige Kühlmittel. Das Kühlmittelkonzentrat schützt das Motorkühlsystem, durch einen starken Korrosionsschutz und einen Frostschutz. Das Kühlmittelkonzentrat hebt des Weiteren auch den Siedepunkt des Kühlmittels an und sichert damit viel höhere Betriebstemperaturen des Motors mit einem verbesserten Wirkungsgrad. Eine 40-prozentige Lösung von Kühlmittelkonzentrat in Wasser stellt unter den meisten Bedingungen ausreichenden Schutz des Kühlsystems sicher. Wem das aber nicht genug Schutz ist und wer es sich leisten kann, der kann auch einen erhöhten Teil des Konzentrates mit Wasser abmischen.

 




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