Renault Kangoo mit Schwächen beim Ausweichtest
Eigentlich könnte man es schon einen kleinen Skandal nennen: Bei einem Vergleichstest, den der ADAC mit verschiedenen Vans der Mittelklasse gemacht hat, hat der Renault Kangoo beim Ausweichtest grobe Mängel vorgewiesen. So besteht bei dem Mini-Van Kippgefahr - trotz ESP!
Dieser Ausweichtest wird von den meisten Autos mit ESP ohne Probleme gefahren. Beim Renault sah das ganz anders aus, denn dessen Fahrwerksreserven waren komplett aufgebraucht. Trotz ESP zeigte der Renault Kangoo 1.6 16V eine deutliche Kippgefahr. Das elektronische Stabilitätsprogramm stabilisierte das Fahrzeug beim Gegenlenken nicht ausreichend, so dass es beinahe zum Umkippen gekommen wäre. Dies wurde lediglich durch reflexartige Lenkkorrekturen des Testfahrers vom ADAC vermieden. Wie der ADAC bemängelt, wäre es zum Umkippen bei deaktiviertem ESP bzw. bei einer Dachlast von bis zu 100 Kilogramm gekommen.
Renault reagiert darauf mit einem Software-Update für das ESP. Alle Käufer, die einen Renault Kangoo ab Verkaufsstart erworben haben, sollen das Update zum nächstmöglichen Zeitpunkt erhalten. Renault-Kunden erhalten damit im Rahmen der Garantie des Herstellers und nach Verfügbarkeit der neuen Software automatisch ein kostenloses Update bei einer der nächsten Inspektionen. Bei Neufahrzeugen ist das Update ebenso vorgesehen. ESP bietet Renault gegen Aufpreis von 300 Euro an.
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