Renault produziert Clio weiterhin in Frankreich

19.01.10 - 23:18 Uhr | Renault

Nachdem Renault Pläne veröffentlichte, den Kleinwagen Clio künftig in der Türkei herzustellen, ernteten die Franzosen Kritik von vielen Seiten. Besonders bei der französischen Regierung stieß man auf großen Protest, nachdem die Regierung erst kürzlich Renault Milliarden-Hilfen für den Autobauer zusicherte. Denn erst im Jahr 2009 hatte Renault rund drei Milliarden Euro Staatshilfe erhalten.

Doch mittlerweile hat sich die Aufregung zum eventuellen Umzug der Produktion wieder gelegt, denn Konzernchef Carlos Ghosn hat gegenüber Staatspräsident Nicolas Sarkozy versichert, dass die vierte Clio-Generation weiter in Flins bei Paris hergestellt wird und sich daran vorerst nichts ändern wird. Es sei sogar geplant, bei der Auswahl der Zulieferer noch mehr Firmen aus Frankreich zu bevorzugen, um den Anteil inländischer Komponenten im Fahrzeug zu steigern und damit der Binnenwirtschaft etwas Gutes zu tun.

Dass Renault auf die Entscheidungen der französischen Regierung gewissermaßen angewiesen ist, ergibt sich nicht nur durch die finanzielle Abhängigkeit der Milliarden-Hilfen aus dem letzten Jahr, sondern auch durch die Investitionen des französischen Staats bei der Entwicklung von Elektroautos. Darüber hinaus ist Frankreich mit 15,01 Prozent an Renault über Aktien beteiligt.

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