MPU: Idiotentest auf dem Prüfstand

28.01.10 - 14:08 Uhr | Verkehr

Wer wegen Alkohol, Drogen, zu vielen Punkten oder einem anderen Umstand den Führerschein abgeben musste, dem stehen seit 1954 drei Buchstaben im Weg, um den begehrten „Lappen“ zurück zu bekommen: die MPU – oder genauer die Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Genau die steht jetzt auf dem Prüfstand!

Tatsächlich ist die MPU – im Volksmund gern auch als Idiotentest gezeichnet – derzeit das große Thema beim Verkehrstag in Goslar. Schon vor Beginn kündigte denn der neue Bundesverkehrsminister, Peter Ramsauer (CSU), eine Reform der MPU an und etliche Experten flöteten prompt ins gleiche Horn.

Gegenüber der BILD bezog Ramsauer bereits Stellung, erklärte allerdings auch gleich, dass er die MPU zwar reformieren, aber nicht abschaffen will. Denn die MPU habe „ihren Sinn und zu Recht eine abschreckende Wirkung“, wie der Bundesverkehrsminister erklärt.

Derzeit bestehen den Idiotentest gerade einmal 50 Prozent aller Teilnehmer, die mit Kosten von 332,01 bis 724,12 Euro Kosten (je nach Grund des Führerscheinentzugs) rechnen müssen. FDP-Sprecher Patrick Döring ist jedenfalls der gleichen Ansicht, dass sich etwas ändern muss, bestehen doch „Zweifel, dass das aktuelle Verfahren so noch zeitgemäß ist“.

Wie Ramsauer wolle die FDP allerdings nur eine Reform und keine Abschaffung der MPU. Wie diese Reform schlussendlich aussehen wird, bleibt abzuwarten…

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