Allianz mit massiven Verlusten in der Kfz-Versicherung
Gerhard Rupprecht, Vorstandschef der Allianz, ist ganz und gar nicht erbaut über die Entwicklung auf dem Kfz-Versicherungsmarkt. „Die Preise sind auf dem Niveau von vor 20 Jahren“, machte er deutlich und nannte damit auch gleich den Grund dafür, dass der Konzern in der Sparte Autoversicherung tief in den roten Zahlen sitzt. Die Prämieneinnahmen gingen um drei Prozent zurück und die Zahl der versicherten Fahrzeuge sank um 300.000 auf 8,5 Millionen.
Einige der Probleme, mit denen die Allianz derzeit zu kämpfen hat, sind allerdings auch hausgemacht. Die Ausgaben für Schäden lagen zehn Prozent höher als die Beitragseinnahmen. Zudem sei der Verkauf der Policen via Internet nur schleppend verlaufen. Das sei jedoch kein Anlass, in jeden Preiskampf einzusteigen. Mit dieser Ankündigung verärgert der Konzern vor allem die Vertreter. Die Kfz-Versicherung ist für sie eines der wichtigsten Produkte – nicht nur als Einnahmequelle, sondern auch als Möglichkeit, den Kunden weitere Policen anzubieten. Diese Gesamtkundenbeziehungen wolle man nicht verlieren, machte Rupprecht deutlich. Er verfolgt darüber hinaus ein weiteres Ziel, das auch den Versicherten zusagen dürfte: ein übersichtliches Tarifangebot.
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