Kfz-Versicherung: Bilanz 2009
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat gestern die Zahlen für das Jahr 2009 präsentiert. Zu den Sorgenkindern der Branche gehört vor allem die Sparte Schaden und Unfall, in der ein Gewinneinbruch von einer Milliarde Euro zu verzeichnen war. Mit dazu beigetragen hat sicherlich die Entwicklung bei der Kfz-Versicherung. Hier machte sich neben dem anhaltenden Wettbewerbsdruck auch die auslaufende Abwrackprämie negativ bemerkbar.
Das eigentliche Problem zeigt sich beim operativen Geschäft. Der Verlust betrug im vorigen Jahr rund 700 Millionen Euro. Damit ist die Situation eingetreten, die viele befürchtet hatten und die sich längst abzeichnete: Die Ausgaben für Verwaltung und Schadensleistungen konnten 2009 nicht mehr durch die Einnahmen ausgeglichen werden. Frank Keuper, GDV-Fachmann für die Sparte Kfz-Versicherung, erklärte daher: „Wir kommen mittlerweile an einen Punkt, wo wir sagen, das geht so nachhaltig und dauerhaft nicht weiter.“ Einen Lichtblick gibt es: Erste Analysen zeigen eine Trendwende und steigende Prämien. Für die Versicherer eine gut Nachricht. Für die Kunden bringt es in der Regel zumindest mehr Leistung.
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