Die gesetzlichen Bestimmungen zur Winterreifenregelung

16.05.18 - 12:00 Uhr | Allgemein

Der erste Schneeschauer kommt oftmals ganz plötzlich: Die Straßen sind vereist und das Autofahren wird mit einem Mal zur Tortur. Wer jetzt noch mit den Sommerreifen unterwegs ist, muss aber nicht nur mit einem Bußgeld rechnen, sondern auch mit einem erhöhten Unfallrisiko! Die Lösung – Winterreifen. Doch was gibt es zu beachten?

Das Besondere an Winterreifen


Spätestens wenn die weißen Flocken vom Himmel fallen ist klar: Weg mit den Sommerreifen und her mit den Wintertauglichen! Doch was macht einen Winterreifen eigentlich so unerlässlich? Die Antwort liegt im so genannten Profil: Hier ist die Tiefe ausschlaggebend, denn sie gibt dem Reifen bei rutschigen Flächen bestmöglichen Halt. Während eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm gesetzlich geregelt ist, kann auch hier noch weiter verbessert werden – Reifen mit beispielsweise 4 mm bieten extra starke Bodenhaftung.

Doch Vorsicht, auch Winterreifen nutzen sich selbstverständlich ab! Trotz der speziellen Gummizusammensetzung, die den Reifen eine längere Haltbarkeit als ihren Sommerkollegen gibt, ist etwa alle vier Jahre ein Wechsel anzuraten, denn ab diesem Zeitraum nimmt in der Regel das Fahrverhalten ab. Warum? Wer einen genauen Vergleich von Sommer- und Winterreifen anstellt, wird sich hierbei mit drei Kriterien auseinandersetzen müssen:

• Dem Alter der Reifen

• Dem technischen Zustand und der Profiltiefe

• Einem veränderten Fahrstil

Selbst wenn die Profiltiefe noch den Anforderungen entspricht, sollten Winterreifen keinesfalls länger als zehn Jahre genutzt werden! Die Gründe dafür stehen oben: Denn eine poröse Außenschicht, abgeriebene Profile und Korrosion machen die Winterreifen anfällig für Beschädigungen und erhöhen somit nicht nur im Fahrverhalten das Risiko für unerwünschte Situationen. Eindringendes Wasser und eine dünnere Beschichtung machten das Fahren gerade zu extremen Witterungen wie Schnee und Eis zu einem gefährlichen Unterfangen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Winterreifen regelmäßig von einem Fachmann geprüft werden.

M+S Reifen nicht mehr ausreichend


In der Straßenverkehrsordnung (StVO) sind seit 2010 die genauen Regelungen zur Pflicht von Winterreifen aufgeführt. Laut Gesetz ist im § 2 Absatz 3a StVO vermerkt: „Der Führer eines Kraftfahrzeuges darf man bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eisglätte oder Reifglätte nur fahren, wenn alle Räder mit Reifen ausgerüstet sind (...)“ – diese Vorschrift galt für alle Reifen, die bis 2017 mit M+S gekennzeichnet waren. Seit Beginn des Jahres 2018, sind die Matsch- und Schnee-Reifen allerdings nicht mehr allgemein zulässig. Diesen Job übernehmen ab sofort Reifen mit dem „Alpine-Symbol“. Doch keine Angst, die Umstellung auf die neuen Versionen muss nicht direkt bis zum nächsten Wintereinbruch gemacht sein – der Staat erlaubt eine Übergangsfrist bis September 2024!

Winterreifenpflicht: Ab wann?


Gerade bei Reifen halten sich einige Grauzonen aufrecht, bei denen man oftmals nicht wirklich weiß, wann genau etwas zu tun ist. So wissen unter anderem meist viele nicht, dass die Abnutzung der Reifen auch im Ruhezustand weitergeht! Daher sollten Winterreifen, gemäß den Regeln, kontrolliert untergebracht werden. Auch wenn es darum geht, wann denn nun die Sommerreifen endlich ihre Pflicht erfüllt haben, hat nicht jeder sofort die richtige Antwort parat. Deshalb einmal kurz und knapp: Es gibt zwar kein offizielles Datum, für ein minimiertes Risiko sollten die Winterreifen jedoch von Oktober bis Ostern heraufgezogen sein.

Artikel aus dem Auto Ratgeber:

Aus dem Lexikon: Partikelfilter  Fiat  Keramikbremsen  Brennraumwand  Umkehrspülung 



Schnelleinstieg in das Forum: BMW Forum, Audi Forum, Opel Forum, VW Forum, Tuning Forum

Marken-Schnelleinstiege: Alfa Romeo, Audi, BMW, Citroen, Fiat, Ford, Hyundai, KIA, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Seat, Skoda, Toyota, Volvo, VW


Weitere im Archiv


Kfz Versicherungsrechner
Nutzen Sie jetzt unseren kostenlosen Kfz Versicherungsrechner

zu den Videos »