Feinstaubplakette Einstufung

Vor der Vergabe einer Feinstaubplakette steht die Überprüfung und Einteilung eines Kfz in eine der bundeseinheitlich vorgegebenen Schadstoffgruppen. Vor allem Diesel-Pkws müssen häufig mit Partikelfiltern nachgerüstet werden, um die maximal erlaubten Grenzwerte bei Emissionen nicht zu übersteigen. Die Nachrüstung führt zur Einstufung in eine Partikelminderungsstufe, die als ein Kriterium für die Vergabe der Feinstaubplaketten in den Kategorien gelb und grün in Deutschland dient.

Für nachgerüstete PKW unterscheidet man die Partikelminderungsstufen PM0 bis PM5, wobei PM 5 die höchste erreichbare Stufe darstellt. Sie gilt für Euro-3- und Euro-4-Diesel-PKW. Diese Fahrzeuge halten bereits ab Werk den Partikelgrenzwert von 0,005 g/km ein, der eigentlich für die zukünftige Klasse Euro 5 vorgeschrieben ist. Fahrzeuge mit der Kennzeichnung PM 5 erhalten in jedem Fall die grüne Feinstaubplakette.

Auch die Stufe PM 4 soll den Grenzwert von 0,005 Gramm Partikeln pro Kilometer erreichen. Sie wurde für die Nachrüstung von Euro-4-Diesel-PKW geschaffen, die bereits ab Werk entsprechend vorbereitet sind und sich im Verkehr befinden.

Die Partikelminderungsstufe 3 gilt für Euro-4-Diesel-PKW, die nicht ab Werk vorbereitet worden sind. Gemäß der Euro 4 Norm halten sie einen Partikelgrenzwert von 0,025 g/km ein. Dieser Grenzwert muss halbiert werden und optimalerweise unter 0,0125 g/km fallen. Dies ist durch Nachrüstung mit einem Partikelfilter möglich.

Für die Nachrüstung von Euro-3-Diesel-PKW ist die Stufe PM 2 vorgesehen. Ein Grenzwert von 0,025 g/km muss eingehalten werden, was nur durch die Verwendung eines Partikelfilters realisiert werden kann.

Mit PM 1 klassifizierte Fahrzeuge müssen den Grenzpartikelwert 0,05 g/km erreichen, der bislang für Euro-3-Diesel-PKW galt. Dazu ist es notwendig, Euro-1- und Euro-2-Diesel-PKW mit einem entsprechenden Partikelfilter nachzurüsten.

Die niedrigste Klasse ist PM 0, gefolgt von PM 01. Sie sind für die Nachrüstung von Euro-1-Diesel-PKW vorgesehen. Durch die Nachrüstung muss ein Grenzwert von 0,1 g/km erreicht oder unterschritten werden. Eine Ausnahme gilt dabei für schwerere Fahrzeuge: sie können auch den Partikelgrenzwert der Euro 3 Norm erreichen.

Natürlich besteht aber auch immer die Möglichkeit zur Verbesserung der Einstufung. So ist es beispielsweise sinnvoll, das Fahrzeug bei Eignung mit einem ungeregelten Partikelfilter ausstatten zu lassen. Diese Filter kommen ohne Additiv-Einspritzung und Eingriffe in das Motorenmanagement aus. Sie müssen nicht nur die geforderten Grenzwerte der jeweiligen PM-Stufe einhalten – darüber hinaus müssen sie auch auf Dauer eine durchschnittliche Partikelminderungsrate von mindestens 30% sicherstellen. Einschließlich Einbau liegen die Kosten Ende 2007 zwischen 500 und 750 Euro inklusive Einbau.

Achten Sie beim Kauf eines Dieselfahrzeugs darauf, ob vielleicht schon ein Partikelfilter integriert ist, der nur nicht in den Fahrzeugpapieren verzeichnet wurde. Aufgrund der Herstellerbescheinigung kann so die tatsächliche Partikelminderungsstufe eingetragen werden. Oft erleichtert eine solche Überprüfung den Übergang in eine bessere Schadstoffgruppe. Auch eine Bestätigung des Herstellers, dass das Fahrzeug bereits vor Inkrafttreten der verschärften Abgasgrenzwerte aktuell gültige Anforderungen erfüllt hat, kann die Einstufung des Fahrzeugs verbessern. Benzinfahrzeuge können mit Kaltlaufreglern nachgerüstet werden, um Emissionen zu sparen.

Für LKW gelten eigene Partikelminderungsklassen (PMK), nicht jedoch die Partikelminderungsstufen (PM). Man unterscheidet hierbei die Klassen PMK 0 bis PMK 4. Die Klassen PMK 0 und PMK 01 gelten beispielsweise für die Nachrüstung von "Euro-1"-Diesel-LKW. Durch die Nachrüstung muss der Grenzwert der Euro 2 Norm erreicht werden. Aber auch die Partikelgrenzwerte der Euro 3 Norm können mit dem richtigen Filter realisiert werden.

PMK 1 gilt für die Nachrüstung der "Euro-1"- und "Euro-2"-Diesel-LKW. Hier muss durch die Nachrüstung der Euro 3 Grenzwert erreicht werden. Die Klasse PMK2 gilt für LKW, die die Emissionsgrenzwerte der Euro 4 Norm für Diesel LKW erreichen müssen.

Für die Nachrüstung leichter LKW sind die Klassen PMK 3 und PMK 4 vorgesehen. Ihre Emissionskriterien entsprechen den Klassen PM 3 bzw. PM 4 für PKW.



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