Feinstaub Entstehung

Prinzipiell unterscheidet man die Entstehungsquellen von Fein- und Schwebstaub in anthropogene, also von Menschen verursachte, Quellen und natürliche Quellen. Beide Ursprungsarten lassen sich zudem in primäre und sekundäre Quellen unterteilen.

Wenn Staubteilchen unmittelbar durch eine Quelle entsteht und an ihr freigesetzt wird, spricht man von einer primären anthropogenen Quelle. Gute Beispiele dafür sind Verbrennungsanlagen zur Energieversorgung wie Kraftwerke und Fernheizwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Industrieprozesse, zum Beispiel bei der Stahlerzeugung, oder Schüttgutumschläge. Auch Hausbrände, bei denen Gas, Öl, Kohle oder beispielsweise auch Pellets verbrannt werden, tragen zur Feinstaubbelastung bei. Neben diesen immobilen Quellen von Schwebstaub identifiziert die Wissenschaft auch mobile Feinstaubquellen. Zu ihnen zählen beispielsweise Abgase von Dieselfahrzeugen, Reifenabrieb, Bremsstaub, Abrieb von Kupplungsbelägen oder aufgewirbelter Straßenstaub. Neben einer Vielzahl von Autos gelten auch andere dieselgetriebene Fahrzeuge, zum Beispiel Schienenfahrzeuge, die Schifffahrt oder Flugzeuge, als Verursacher von Feinstaubpartikeln.

Sekundäre anthropogene Quellen kennzeichnet die Freisetzung reaktionsfähiger Gase. Sie können in der Atmosphäre durch chemische Reaktionen in Staubteilchen umgewandelt werden. Sekundär heißt in diesem Fall also, dass die Staubpartikel nicht direkt erzeugt werden, sondern durch chemische Prozesse indirekt entstehen. Zu den reaktionsfähigen gasen zählen unter anderem Schwefeloxide, Stickstoffoxide, Ammoniak und flüchtige Nichtmethankohlenwasserstoffe. Diese Gase lagern sich in der Atmosphäre ähnlich wie bei der Entstehung von Schneeflocken an kleinste Teilchen an. Die Gase selbst werden zum Beispiel durch stationäre Verbrennungsanlagen, chemische Industrie, Lösemitteln, Petrochemie oder durch die Landwirtschaft erzeugt.

Das Prinzip der primären, also direkt Feinstaub bildenden, und sekundären, also indirekt Feinstaub produzierenden, Quellen findet man auch bei natürlichen Staubquellen vor. Zu den primären Quellen natürlichen Ursprungs zählen beispielsweise Vulkane ohne Gasemission, Wald- und Buschfeuer oder biologisches material wie Pollen, Sporen oder Mikroorganismen. Auch durch Verwitterung und Bodenerosion in trockenen Gebieten oder durch Meeresgischt, die Seesalz in die Luft versprüht, entstehen Staubpartikel.

Auch zu den sekundären natürlichen Quellen zählen Produzenten von Gasen, die sich dann in der Atmosphäre durch Anheftung an einen Kondensationskern in Staubpartikel „verwandeln“. Sowohl Gase aus Vulkanen, Sulfate aus den Meeren, Nitrat aus Böden und Gewässern, Methan aus Feuchtgebieten oder von Rindern und Distickstoffoxid durch biologische Aktivitäten der Böden sind die Verursacher dieser Reaktion.



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