Reduktion Feinstaub

Natürlich ist es praktisch unmöglich, den Feinstaubausstoß natürlicher Quellen zu verringern. Aber man kann sehr wohl anthropogene Quellen so konfigurieren, dass die Produktion feiner und feinster Staubpartikel minimiert wird. Allein nationale Regelungen sind dabei jedoch nicht ausreichend, da Partikel grenzüberschreitend mit Winden transportiert werden. Deshalb befassen sich unter anderem auch die Europäische Union und die Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen mit diesem Thema.

In der Europäischen Union gibt es bereits einige Richtlinien, die Grenzwerte für den Ausstoß reaktionsfreudiger Gase und von Feinstaub vorgeben. Um die Grenzwerte einhalten zu können, verfolgen einige europäische Staaten unterschiedliche Strategien. Eine der ersten Umweltzonen wurde beispielsweise 2003 eingeführt. Die nun erhobene City-Maut wird von allen Fahrzeugen erhoben, die in die Innenstadt fahren möchten oder müssen. Seit Erhebung der Maut stellte man fest, dass sich der Verkehr selbst erheblich reduzierte, damit verbunden jedoch auch die Emissionen und die Feinstaubbelastung. Dementsprechend wird weiterhin am Ausbau der Mautzone gearbeitet, da auch die Londoner langsam einsehen, dass diese Regelung Vorteile in mehrfacher Hinsicht bringt.

Italien begegnet dem Problem Feinstaub mit Fahrverboten. Sie gelten nur sonntags oder abwechselnd für Fahrzeuge mit geradem oder ungeradem Kennzeichen. Durch diese einfache Maßnahme wird die Anzahl der motorisierten Verkehrsteilnehmer vor allem in großen Städten merklich gesenkt. Neben der Reduktion von Feinstaub bringt diese Vorschrift auch diverse Vorteile für Autofahrer und Anwohner wie eine geringe Lärmbelastung, weniger Verkehrsstaus usw.

Die Subvention von Partikelfiltern gilt in Österreich und Deutschland als der Königsweg. Österreich fördert zudem die Verwendung von Biodiesel und hat bereits einige Luftsanierungsgebiete eingerichtet. Diese gebiete finden sich nicht nur in touristisch stark genutzten Gebieten wie dem Inntal in Tirol. Beispielsweise auch der Raum Graz bildet solch ein Luftsanierungsgebiet. Auf einigen Autobahnen gelten Feinstaubtempolimits.

Neben subventionierten Partikelfiltern setzt Deutschland zum Beispiel auf eine emissionsabhängige Maut für Lkw. Einige Bundesländer, die besonders von Luftverschmutzung durch Feinstaub betroffen sind, haben eigene Luftreinhalte- und Aktionspläne erstellt. Darin finden sich konkrete Maßnahmen zur Einhaltung der von der EU vorgegebenen Grenzwerte. Zudem sind bereits einige Fahrverbotszonen errichtet worden, andere befinden sich in Planung. Alternative Vorschläge kommen zum Beispiel vom Verband der Automobilindustrie und aus der Bundesregierung. So hält man regelmäßige Straßenreinigung beispielsweise für effektiver als Partikelfilter. Die Nutzung von Partikelfiltern und emissionsarmen Fahrzeugen soll gezielt gefördert werden. Deshalb entschloss sich die Bundesregierung zur Einführung von Umweltzonen, die nur mit einer Feinstaubplakette, die vor auf der Windschutzscheibe befestigt ist, befahrbar sind. Darüber hinaus wurde eine Anpassung der Kfz-Steuer beschlossen, die emissionsärmere Fahrzeuge bevorteilt, emissionslose Fahrzeuge ganz von der Steuer ausschließt und Fahrzeuge mit höheren Emissionen stärker zur Kasse bittet.

Übrigens: auch die Feinstaubbelastung in Innenräumen steht immer wieder zur Debatte. Ihre Ursachen liegen beispielsweise in der Verwendung von Laserdruckern, Kopierern, Kerzen, bei Kochaktivitäten, der Verwendung von Staubsaugern ohne Filter und vor allem beim Rauchen in geschlossenen Räumen. Ein weiterer Grund für die Durchsetzung des Rauchverbotes in öffentlichen Gebäuden.

Vor allem in Räumen mit Glattböden wie Parkett, Linoleum oder dem sehr beliebten Laminat stellten Wissenschaftler erst 2005 einen signifikanten Anstieg von Feinstaub in der Innenraumluft fest. Teppichböden in Wohn- und Büroräumen sind viel eher in der Lage, Feinstaub gut zu binden und somit die Belastung der Raumluft mit Feinstaub und auch Allergenen zu verringern. Bei der nächsten Renovierung sollte man also zweimal überlegen, ob man sich für das angesagte, aber Feinstaub fördernde Laminat oder für einen gemütlichen, Feinstaub bindenden Teppich entscheidet.



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