Umweltzonen

Vor allem in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet, Berlin, Hamburg oder München ist seit Jahren eine abnehmende Qualität der Luft zu beobachten. Nicht nur Heizungen und Unternehmen blasen Unmengen von Schadstoffen, Ruß und Rauch in die Luft. Vor allem Autofahrer bzw. ihre fahrenden Untersätze haben sich als echte Dreckschleudern entpuppt. Regelmäßig vergiften sie ihre Umwelt durch Abgase, Ruß und Schwebstoffe. Der so entstehende feine und feinste Staub hat sowohl auf die Gesundheit von Mensch und Tier als auch auf die Substanz vieler Gebäude negative Auswirkungen.
Umweltzonen Neue Verkehrszeichen für die Umweltzonen

Aufgrund der bundesdeutschen Feinstaubverordnung sind deutsche Kommunen ermächtigt, in Ballungsräumen Umweltzonen einzurichten. Diese Zonen, die für emissionsstarke Fahrzeuge gesperrt sind, sollen helfen, die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Lediglich Fahrzeughalter, die anhand einer Plakette hinter der Windschutzscheibe nachweisen können, dass ihr Fahrzeug unter die allgemeinen Ausnahmen fällt, dürfen die ausgeschilderten Bereiche befahren.

Zu den Luftreinhalteplänen einiger Bundesländer gehört in der Regel ein Stufenplan. Er sieht in den meisten Fällen vor, das Fahrverbot gestaffelt auszuweiten: in der Anfangsphase gilt das Verbot lediglich für Fahrzeuge, die der Schadstoffgruppe 1 angehören und somit aufgrund hoher Emissionswerte keine Plakette erhalten haben. Eine zweite Stufe der Luftreinhaltepläne sieht vor, alle Fahrzeuge mit einer roten Plakette für den Verkehr in Umweltzonen zu sperren. Stufe drei betrifft Fahrzeuge mit gelben Plaketten: neben Fahrzeugen ohne Feinstaubplakette und Gefährten mit roter Plakette dürfen auch sie nicht mehr in Umweltzonen fahren.

Übrigens: die Idee mit den Umweltzonen ist nicht neu. London hat beispielsweise schon vor einigen Jahren eine Umweltzone mit City-Maut eingeführt, die eine Reduktion des Verkehrsaufkommens einerseits und von Feinstaub andererseits zur Folge hatte. In Deutschland befindet sich die Gestaltung von Umweltzonen in den Jahren 2007 und 2008 noch im Aufbau. Zum Teil unklare Vorschriften, ungenaue Zeitpläne und fehlende Ausnahmeregelungen zwangen die Städte Stuttgart, Köln, Berlin und Düsseldorf beispielsweise, ihre Pläne mindestens bis 2008 zu verschieben. Allein der bürokratische Aufwand, die Erstellung von mehreren Tausend Sondergenehmigungen, führt zu enormen Verzögerungen.

Ohne Plakette ist der Innenstadtbereich Berlins, gekennzeichnet durch die S-Bahn-Linie, ab der Einführung der Umweltzone nicht mehr befahrbar. Gleiches gilt für das linksrheinische Kölner Innenstadtgebiet sowie die rechtrheinischen Stadtteile Deutz und Mülheim. Die Hannoversche Umweltzone wird im Westen, Süden und Osten durch den Schnellstraßenring begrenzt, im Norden bildet die Sahlkamp-Straße die Grenze.

Wer eine Umweltzone ohne Ausnahmegenehmigung, also ohne Plakette, befährt, muss mit einem Bußgeld und einem Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Damit klar ist, wo eine Umweltzone beginnt, werden deshalb speziell entworfene Verkehrszeichen aufgestellt, die die bisherige Straßenverkehrordnung ändern. Das bisher gültige Verkehrszeichen 270, Verkehrsverbot bei Smog, wird durch die neuen Zeichen 270.1 und 270.2 ersetzt. Sie zeigen jeweils den Beginn bzw. das Ende einer Umweltzone an. Zeichen 270.1 kann durch ein Zusatzzeichen ergänzt werden. Somit ist es praktisch möglich, schon bei Einführung der Umweltzonen einige Verkehrsteilnehmer, die eine rote oder gelbe Plakette besitzen, vom Straßenverkehr auszunehmen.

Die Umweltzonen sind nicht unumstritten in der Industrie, der Politik und bei Umweltschützern. Kritiker gehen davon aus, dass die Einführung der Umweltzonen die Feinstaubbelastung nur marginal ändert, da ein Großteil des Feinstaubs in Ballungsgebieten durch Industrie, Fernverkehr und natürliche Quellen verursacht wird. Zudem können nicht alle Fahrzeuge mit Filtern nachgerüstet werden. Durch den Kauf von Plaketten, Umrüstungen oder im schlimmsten Fall eines neuen Autos entsteht ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Welchen Effekt die Umweltzonen tatsächlich erzielen, kann nur ihre Einführung zeigen.



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