Fahrlässigkeit

- Vom Vorsatz ist die Fahrlässigkeit (das „Außer-Acht-Lassen“) dadurch abzugrenzen, dass die Folge der Handlung nicht willensmäßig herbeigeführt wurde, sondern unbeabsichtigt. Sie liegt dann vor, wenn das Geschehene vorhersehbar und vermeidbar war und eine rechts- oder pflichtwidrige Handlung Folgen nach sich zieht. Ein fahrlässig handelnder Mensch will nicht absichtlich gegen Ordnung, Recht oder Gesetze verstoßen.

Die Fahrlässigkeit ist in zwei Kategorien zu unterteilen: die einfache und die grobe Fahrlässigkeit. Gemeinsam ist beiden, dass die Sorgfalt nicht beachtet, ggf. sogar missachtet wurde. Die einfache Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die Sorgfalt gar nicht beachtet werden konnte und dadurch etwas unbeabsichtigt, „aus Versehen“ passiert ist. Der Fall der groben Fahrlässigkeit ist gegeben, wenn die Sorgfalt in besonderem Maße verletzt wurde. Dies wird als gegeben angesehen, wenn jemand anderem in derselben Situation der Fehler ohne Weiteres sofort aufgefallen wäre.

Ein Beispiel hierfür wäre z.B. das Nicht-Abschließen des Autos. Ist man nur ganz kurz weg und völlig in Gedanken, kann es zwar gut gehen – muss es aber nicht. Außerdem könnte man in diesem Tatbestand juristisch auch die Anstiftung zum Diebstahl (entweder des Inventars, Gepäcks oder des gesamten Kfz) gesehen werden, wenn man etwas länger weg gewesen ist. Und dann fiele das Ganze schon wieder unter den Begriff Vorsatz, was versicherungsrechtliche Folgen hätte.

Um hier Spekulationen und Definitionen im Sinne von Ermessensspielräumen vorzubeugen, haben die Autohersteller nicht nur elektrische Wegfahrsperren (seit ca. 10 Jahren bereits serienmäßig eingebaut), sondern Verriegelungsmechanismen (auch nachrüstbar!), die aktiviert werden, wenn innerhalb eines bestimmten kurzen Zeitraums nach Öffnen des Fahrzeugs der Motor nicht gestartet wird. Entwickelt wird derzeitig außerdem zusätzlich ein Zeitschloss, das auch nach dem Betreiben des Motors die Türen verriegelt, falls dies beim Aussteigen vergessen wurde. Dann gibt es nämlich zumindest in diesem Bereich in naher Zukunft kein Verhandeln mehr um Fahrlässigkeit und Vorsatz.

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