Grüne Versicherungskarte

Die Grüne Versicherungskarte für das Ausland (auch „Greencard“) ist seit 1949 der internationale Nachweis des Versicherungsschutzes. Dieses vorwiegend europäische System, welches international auf insgesamt 44 Länder ausgeweitet wurde, ermöglicht Auslandsreisen, ohne jedesmal an der Grenze eine Versicherungsdeckung mit dem jeweiligen entsprechenden nationalen Recht nachkaufen zu müssen. Die Grüne Versicherungskarte ist kostenlos bei der jeweiligen Kfz-Haftpflichtversicherung erhältlich und sollte rechtzeitig vor der nächsten Auslandsfahrt bestellt werden. Sollte es einmal tatsächlich vergessen worden sein, so kann aber auch an der Grenze zum jeweiligen Land noch eine Extra-Auslandsversicherung abgeschlossen werden, die dann jedoch nur für dieses Land gültig ist.

Wenn es im Ausland zum Unfall gekommen ist (oder auch im Inland mit einem ausländischen Fahrzeug), können mit ihrer Hilfe schnell und unkompliziert alle notwendigen Daten (polizeilich) festgestellt oder unter den Unfallbeteiligten ausgetauscht werden. Auch eine Übersicht der zuständigen Büros zur Bearbeitung der Schadensfälle mit der Grünen Versicherungskarte findet sich auf der Rückseite. Innerhalb der EU besteht seit 1974 das „Kennzeichenabkommen“, was bedeutet, das bereits das Kennzeichen als Versicherungsnachweis ausreicht, da in den allermeisten Ländern Pflichtversicherungen bestehen (in Deutschland die Kfz-Haftpflichtversicherung, ohne die man sein Fahrzeug gar nicht anmelden kann). Nach einem Unfall dauert es aber in aller Regel deutlich länger, bis alles erfragt, geregelt und abgeschlossen ist. Deshalb ist es durchaus ratsam, die Greencard vorsichtshalber trotzdem bei Auslandsfahrten immer mit sich zu führen, so erspart man sich Unannehmlichkeiten und lange Wartezeiten. Außerdem wird in Ländern wie z.B. Italien oder der Tschechischen Republik immer wieder mal nach der Karte gefragt.

Hat die andere am Unfall beteiligte Person übrigens keine Grüne Versicherungskarte oder begeht sogar Fahrerflucht, so sollten so schnell wie möglich folgende Dinge notiert werden: das amtliche Kennzeichen des Kfz, Marke/Typ und Farbe des Fahrzeugs, Ort und Zeitpunkt des Unfalls, Unfallhergang, Namen und Adressen eventueller Zeugen und – falls möglich – Name und Anschrift der weiteren am Unfall beteiligten Person(en) sowie deren jeweilige Versicherungsgesellschaft und Nummer des Versicherungsscheins. Einfacher ist es mit der Grünen Versicherungskarte also allemal.

Übrigens ist die Grüne Versicherungskarte auch hilfreich bei Rechtsstreitfällen in einigen bestimmten Ländern der EU oder u.a. der Schweiz und Liechtenstein, z.B. wenn der Geschädigte sich nach einem Unfall zunächst erfolglos um Schadenersatz bemüht, für das weitere juristische Vorgehen aber keine Rechtsschutzversicherung hat. Das Büro Grüne Karte hilft bei der Ermittlung des ausländischen (Haftpflicht-)Versicherers, des Kfz-Halters und auch bei der Beschaffung notwendiger Gutachten (medizinisch oder technisch) sowie polizeilicher Ermittlungsakten. Je nach Arbeitsaufwand wird dafür eine Gebühr von 30€ bis 90€ erhoben.

Das zuständige Deutsche Büro Grüne Karte (DBGK) hat seinen Sitz in Hamburg mit folgender Adresse:

Postfach 10 14 02 20009 Hamburg Tel.: (040) 33 44 0 – (0) Fax: (040) 33 44 04 0-70 40 0 Internet: www.gruene-karte.de

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