minderjährige Unfallgegner

Schwierig ist es häufig, wenn man noch minderjährige Unfallgegner hat. Die große Frage ist, ob das Kind die Gefahr selbst erkennen, die Umstände einsehen und damit ggf. auch einschätzen konnte. Dabei muss das Kind gar nicht mal selbst in den Unfall verwickelt sein; es kann diesen auch „nur“ durch z.B. das Werfen von Spielzeug (Ball o.ä.) auf die Fahrbahn oder durch sein plötzliches auf-die-Straße-laufen auslösen, wenn hierdurch scharf gebremst werden muss und ein Auffahr-Unfall entsteht. Als nächstes muss festgestellt werden, ob das Kind evtl. körperlich behindert oder geistig minderbemittelt ist. In diesen beiden Fällen, oder auch wenn das Kind zu jung war (bis zum vollendeten 10. Lebensjahr, ab dem vollendeten 14. Lebensjahr sind Kinder in Deutschland strafmündig und deshalb auch für selbst verursachte Unfälle z.B. durch das Ableisten von Sozialstunden zur Rechenschaft zu ziehen) um die drohende Gefahr zu erkennen, müssen Aufsichtspersonen (Eltern, Erzieher, Lehrer etc.) auf das Kind entsprechend aufpassen. Passiert trotzdem etwas, dann wurde dementsprechend die Aufsichtspflicht verletzt und die eigentlich gerade aufpassende erwachsene Person muss zur Rechenschaft gezogen werden. Um genau das alles zu verhindern, sind die Eltern oder anderen Verwandten eines Kindes auch gesetzlich u.a. dazu verpflichtet, den (neuen) Schulweg eines Kindes rechtzeitig vor Beginn eines neuen Schuljahres (Ende der Sommerferien) oder nach einem Umzug mit dem Kind zu üben (um es so auf die jeweiligen Gefahren aufmerksam zu machen) und es zumindest die ersten Tage auf dem Weg noch zu begleiten und auf mögliche Gefahren dabei immer wieder hinzuweisen und diese Gefahren zu erklären.

Im Prinzip haften aber die Erwachsenen finanziell mit ihrer (privaten!) Haftpflichtversicherung für die Schäden, welche die Kinder angerichtet haben, so auch bei Verkehrsunfällen. Sollte es also zu einem Unfall mit einem Kind kommen, gilt es, möglichst die Eltern, Erziehungsberechtigten oder anderen Aufsichtspersonen ausfindig zu machen, damit deren Haftpflichtversicherung sich um den entstandenen Schaden kümmern kann. Das Kind also nicht aus den Augen verlieren, nach Möglichkeit Eltern oder Aufsichtspersonen kontaktieren, vorsichtshalber Zeugennamen (und –Anschriften) notieren, die Polizei rufen und vor allem auf keinen Fall von den Erziehungsberechtigten oder anderen zugehörigen Personen mit Ausreden (das Kind könne ja nichts dafür etc.) abwimmeln lassen!

Sollten dennoch alle Stricke reißen und das Kind mit schlechtem Gewissen weil es zumindest ahnt, dass es etwas falsch gemacht (und „Mist gebaut“) hat nach einem von ihm provozierten Unfall (unachtsames auf-die-Straße-laufen etc.) nur nach Hause laufen und dort wider Erwarten nichts davon erzählen, dann sollten sich die ggf. unfallbeteiligten Personen (evtl. Auffahrunfall durch starkes Abbremsen) mit ihren Adressdaten austauschen und ihre Versicherungen verständigen. Für den Schaden des Unfallverursachers kommt dann dessen Vollkasko-Versicherung auf, für den des Geschädigten die Kfz-Haftpflichtversicherung des Schädigers.

Eines sollte nach einem selbstverschuldeten Unfall niemals getan werden: Unfallflucht! Nicht nur, dass sie strafbar ist, sie kann auch andere Menschen das Leben kosten. Darüber hinaus kommt es häufig vor, dass fliehende Menschen auf ihrer Flucht noch mehr Unfälle verursachen – völlig unnötig. Denn für die entstandenen Schäden anderer Personen kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung auf, bei den eigenen Sachschäden die ggf. vorhandene Vollkasko-Versicherung. Und selbst, wenn das Kfz bereits abgemeldet sein sollte (und deshalb Fahrerflucht begangen wird), tritt noch für eine gewisse Zeit die Nachhaftung ein. Deshalb: besser vor Ort bleiben und helfen, wo man kann!

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