Vorsatz

Der Vorsatz („Tatentschluss“) ist die Absicht eine konkrete Handlung durchzuführen. Abzugrenzen und zu unterscheiden ist der Vorsatz von der (groben) Fahrlässigkeit. Über die juristischen und kognitiven/psychischen Voraussetzungen für den Vorsatz streiten sich im wahrsten Sinne die Gelehrten. Wichtig ist hierbei jedenfalls, dass sich die durchführende Person ihres Handelns und wahrscheinlich den meisten (zumindest unmittelbar) daraus resultierenden Folgen durchaus bewusst ist und die Handlung dennoch durchführt. Ob der Weg/die Durchführung dabei tatsächlich das Ziel ist und es erreicht wird, ist hierbei nicht entscheidend.

Der Vorsatz ist juristisch in drei Grade einzuteilen: Absicht (der zielgerichtete Wille um Erfolg herbeizuführen), direkter Vorsatz (der Erfolg wird durch „wissentliches, absichtliches Handeln“ herbeigeführt, wobei der Erfolg nicht notwendigerweise das ursprünglich angestrebte Ziel darstellen muss) und bedingter Vorsatz (auch „Eventualvorsatz“). Im letztgenannten Fall hat die Person den Erfolg ihrer Tat zumindest für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen, was aber bereits für die Begründung eines Tatvorsatzes ausreicht.

Im konkreten Fall der Kfz-Versicherungen (speziell der Vollkasko-Versicherung) bedeutet dies, dass jemand mit Absicht etwas Altes oder (nahezu) Defektes an seinem Fahrzeug beschädigen (oder beschädigen lassen) könnte um dann das beschädigte Teil von der Versicherung ersetzt zu bekommen. Damit diese Art von Versicherungsbetrug nicht möglich ist und auch gar nicht erst versucht wird, gucken nicht nur die reparierenden Kfz-Werkstätten ganz genau hin. Die Versicherungsunternehmen fordern einen Bericht über den Unfallhergang ein (siehe Vollkasko-Versicherung: Pflichten im Schadensfall) und heben bestehende Versicherungsverträge ihrerseits (manchmal auch unverzüglich und ohne Vorankündigung) auf, sobald das eigene Kfz vorsätzlich beschädigt wurde. Der Versuch einer Reparatur-Abrechnung mit der Versicherung ist ein Betrugsdelikt und berechtigt die Versicherung ihrerseits zur außerordentlichen Kündigung. Vom Vorsatz ist die Fahrlässigkeit dadurch abzugrenzen, dass die Folge der Handlung nicht willensmäßig herbeigeführt wurde, sondern unbeabsichtigt. Sie liegt dann vor, wenn das Geschehene vorhersehbar und vermeidbar war und eine rechts- oder pflichtwidrige Handlung Folgen nach sich zieht. Ein fahrlässig handelnder Mensch will nicht absichtlich gegen Ordnung, Recht oder Gesetze verstoßen.

kostenlos Kfz Versicherung vergleichen

Alle KFZ Versicherungen im Überblick.

Marken-Schnelleinstiege: Alfa Romeo, Audi, BMW, Citroen, Fiat, Ford, Hyundai, KIA, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Seat, Skoda, Toyota, Volvo, VW