Motortuning

Beim Motortuning verändert man Parameter an Verbrennungsmotoren so, dass man eine Leistungssteigerung erreicht. Gemessen wird die Leistung in PS oder kW.

Autotuning an Motoren war in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts regelrecht ein Volkssport. Wer die Zeit fand, verbrachte jede freie Minute mit dem Umbau seines Autos in Eigenregie. Natürlich wurden auch Autohersteller darauf aufmerksam und erste Firmen entstanden, die sich ausschließlich mit der Herstellung von getunten Autos oder Tuningteilen beschäftigten.

Im Prinzip kann man Motoren auf drei verschiedene Weisen tunen: durch Erhöhung des Mitteldrucks, des Hubvolumens oder der Drehzahl.

Der Zylinderdruck, der über alle Arbeitstakte gemittelt wird, nennt man Mitteldruck. Hierbei muss der Verbrennungsdruck gesteigert werden. Außerdem sollen so Druckverluste durch Ladungswechsel wie sie z.B. durch Ansaugen oder Ausschieben der Verbrennungsgase entstehen, reduziert werden. Die Erhöhung des Mitteldrucks ist die am häufigsten benutzte Methode, Motoren zu tunen. Die Steigerung des Mitteldrucks erfolgt meist durch Eingriffe an Bauteilen, die den Ladungswechsel steuern. Es wird hierbei oft die Zylinderfüllung erhöht oder die Ladungswechselarbeit reduziert. Diese Form des Motortunings wird erreicht durch die Bearbeitung des Zylinders, des Zylinderkopfes, der Auspuffanlage und des Ansaugtraktes.

Durch die Erhöhung des Hubvolumens erhöht sich der Massendurchsatz, mehr Kraftstoff pro Arbeitstakt kann so chemisch umgesetzt werden. Sowohl die Erhöhung des Mitteldrucks als auch die Erhöhung des Hubvolumens kann nicht nur die Motorenleistung sondern auch das Drehmoment beim Motortuning steigern. Der Hubraum wird in der Regel durch Aufbohren vergrößert, was einen größeren Tuningaufwand bedeutet.

Auch die Erhöhung der Drehzahl kann einen positiven Effekt auf die Leistung haben. Begrenzt ist die maximale Drehzahl normalerweise durch Strömungsverluste, die Zeit für die Gemischbildung sowie die maximale Kolbengeschwindigkeit. Bei Beschleunigung benötigt ein Motor eine kleine Drehzahl, aber ein großes Drehmoment. Andersherum verhält es sich beim konstanten Fahren: dann benötigt man eine große Drehzahl, aber ein kleines Drehmoment. Wenn man die Drehzahl erhöht, erhöht sich die Leistung, nicht jedoch das Drehmoment. Insofern ist es sinnvoll, eine Erhöhung der Drehzahl mit einer Erhöhung des Hubvolumens oder des Mitteldrucks zu kombinieren, da beide Methoden das Drehmoment steigern und sich so beides optimal ergänzt.

In den letzten Jahren sind die elektronischen Steuerungseinheiten in den Fahrzeugen immer komplizierter und damit auch störungsanfälliger geworden. Kein Wunder, dass schon bald erste Tuner dazu übergingen, die elektronische Steuerung zu Tuningzwecken zu benutzen. Besonders beliebt sind hierbei das Chiptuning, das OBD-Tuning und das Modultuning. Durch Änderungen im Kennfeld der Einspritzcomputer lassen Mehrleistungen von ca. 30% erzielen.



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