Kritik an der Umweltsteuer

Nicht nur Umweltschutzverbände, sondern auch die Grünen und die Linke kritisieren die Umweltprämie, da sie sehr kurzsichtig sei und nicht auf nachhaltige Veränderungen in der Entwicklung abgasärmerer Fahrzeuge setze. Gerade in Zeiten schwacher Absatzzahlen seien die Vorstände der großen Automobilhersteller empfänglicher für nachdrückliche Forderungen Co²-arme Fahrzeuge vermehrt herzustellen und deren Absatz voranzutreiben. Insofern hätten es die Kritiker lieber gesehen, dass die Umweltprämie auch tatsächlich als solche genutzt und unabdingbar an den Erwerb eines umweltfreundlichen Autos gekoppelt wäre. Denn faktisch ist der Besitzer des Altwagens nicht gezwungen, einen Neuwagen mit wenig Treibstoffverbrauch und niedrigen CO²-Werten zu kaufen. Dass es sich um eine Erstzulassung handeln und die Abgasvorschriften Euro 4 eingehalten werden müssen, schient insofern irrelevant, da diese Kriterium auch jene Wagen erfüllen, die sehr viel Sprit verbrauchen. Überhaupt kann der Käufer sich auch dazu entscheiden, einen Wagen eines ausländischen Herstellers zu erwerben. Insofern sei der Effekt für die heimische Wirtschaft nicht jener, den die Verfechter der Prämie propagieren. Wer scheinbar großen Gewinn daraus ziehen wird, sind die Kleinwagensegmente. Hier zeichnet sich ein großes Interesse seitens potenzieller Käufer ab, die sich vornehmlich für günstigere und verbrauchsärmere Kleinwagen entscheiden werden. Quasi als Rückkoppelung der Umweltprämie wird seitens der Verbraucherverbände und Politik befürchtet, seitens der Automobilbranche jedoch verneint, dass die vormals gewährten Rabatte – nicht zuletzt auch finanziert durch Mittel des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung – mit Inkrafttreten der Umweltprämie gänzlich wegfallen.

Auch, dass es nicht wichtig ist, wie lange das Fahrzeug tatsächlich im Besitz des aktuellen Halters war, stört Umweltverbände und Opposition. Ebenso wird es als ungerecht empfunden, dass jene, die sowieso planten demnächst ein neues Fahrzeug zu kaufen, trotzdem in den Genuss der Umweltprämie kommen, es sich insofern nicht ausschließlich um die Subvention für die Kaufmotivation handelt. Ob das Verschrotten der alten Autos tatsächlich der Umwelt nutzt oder ihr gar schadet, wenn man die Umweltbelastung durch die Produktion von Neuwagen bedenkt, ist ein weiterer Streitpunkt.

Wussten Sie schon?
Die Bundesregierung hat sich im Zuge des Konjunkturpakets II auf eine Reform der Kfz-Steuer geeinigt. Hierbei werden in Zukunft Steuern nicht mehr nur nach Hubraum, sondern vor allem auch nach CO2-Ausstoß erhoben. Besitzer umweltfreundlicher und Sprit sparender Fahrzeuge werden somit entlastet, gleichzeitig jedoch gerade Familien mit Mittelklasse-Wagen nicht stärker als bisher besteuert.

Übrigens: Dass es für spezialisierte Fälscher keine große Herausforderung ist, die Papiere von Fahrzeugen so zu frisieren, dass man in den Genuss der Umweltprämie kommt, ist der Polizei und den Automobilclubs seit langem bekannt. Insofern warnen diese vor einer Flut betrügerischer Versuche, die Umweltprämie zu kassieren.

Ratgeber Umweltprämie:



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